
Farbwiedergabeprofile mit Christophe Métairie
Interview mit Christophe Métairie, Farb- und Kalibrierungsexperte für digitale Fotografie.Christophe Métairie, worin besteht Ihre Tätigkeit?
Ich beschäftige mich mit der Farbverwaltung in der digitalen Fotografie: der Kalibrierung von Druckern und digitalen Kameragehäusen mit Hilfe von ICC-Profilen. Zu diesem Zweck habe ich hochwertige Testcharts mit 1728 Farbbereichen für die Druckerkalibrierung entwickelt sowie einen erschwinglicheren Chart, der bei digitalen Gehäusen sehr gute Ergebnisse liefert: den DigitaL TargeT. Zudem habe ich eine Reihe von Referenzkarten entwickelt: Diese so genannten "RefCards" helfen beim Fotografieren und bei der Entwicklung von RAW-Dateien.
Wie haben Sie dieses Thema entdeckt, was hat Ihr Interesse daran erweckt?
Es war ursprünglich meine Arbeit als Fotograf, die mich zur Farbverwaltung geführt hat: Ich begann mich im Jahr 1997 dafür zu interessieren, als ich meinen ersten Tintenstrahldrucker kaufte. Zu dieser Zeit befanden sich die Werkzeuge zur Erstellung von ICC-Profilen noch in den Kinderschuhen; ich konnte also die gesamte Softwareentwicklung beobachten. Als ich mit dem Canon EOS-1Ds mein erstes digitales Gehäuse kaufte, war es offensichtlich, dass die Farbverwaltung noch erheblich verbessert werden konnte; aus diesem Grund entwickelte ich den Testchart DigitaL TargeT. Mit diesem Chart erzielte ich sehr gute Ergebnisse zu moderaten Kosten.
Wie haben Sie DxO Optics Pro entdeckt?
Ich entdeckte DxO Optics Pro in der Version 4.1, nachdem ich sehr positive Artikel über die früheren Versionen gelesen hatte. Nach Ausprobieren der Testversionen, die von der DxO-Webseite heruntergeladen werden können, war es für mich klar, dass diese Software ihrer Zeit weit voraus ist, sowohl bei den geometrischen Verarbeitungsmöglichkeiten als auch bei der erzielten Bildqualität.
Wie ist Ihr Eindruck von den Funktionen, die DxO Optics Pro für die Erzeugung von ICC-Wiedergabeprofilen bereitstellt?
DxO Optics Pro ist die einzige Software, die eine Entwicklung von RAW-Aufnahmen von Testcharts ermöglicht, um ein Gehäuse zu kalibrieren. Dies garantiert die optimale Qualität der auf diesem Weg erstellten Profile, und als Folge erhält man eine hervorragende Bildqualität, denn die ICC-Profile setzen am Ursprung der RAW-Verarbeitungskette an.
Der Kalibrierungsprozess lässt sich wie folgt zusammenfassen:
- Aufnahme eines Testcharts im RAW-Format
- Entwicklung dieser Dateien mit einer speziellen Funktion von DxO Optics Pro: "Bild für ICC-Profile exportieren"
- Erstellung von ICC-Profilen (mit speziellen Werkzeugen außerhalb von DxO Optics Pro)
- Einbindung dieser Profile in DxO Optics Pro mit der Funktion "ICC-Profil importieren..." im Dialog DxO Color auf der Registerkarte "Optimieren" im Expertenmodus
Wie lassen sich diese Funktionen zum Beispiel mit den Möglichkeiten von Adobe Camera Raw vergleichen?
Adobe Camera Raw ist schnell und praktisch, besitzt jedoch keinerlei interne Kalibrierungsmöglichkeit: Ein ICC-Profil kann erst nach der Entwicklung, bei der weiteren Verarbeitung in Photoshop integriert werden. Das Profil wird also erst nach der Entwicklung der Datei angewendet, so dass seine Wirkung nicht mehr optimal ist – auch wenn die Ergebnisse letztlich ordentlich ausfallen.
Haben Sie eine Webseite, auf der Sie die Details genauer erklären?
Ja, Sie finden alle weiterführenden Informationen unter folgender Adresse:in französischer Sprache: www.christophe-metairie-photographie.com
Für Informationen in Englisch klicken Sie im Menü auf "English Pages"
Wie kann man Kontakt mit Ihnen aufnehmen, um individuell zugeschnittene Profile für DxO Optics Pro erstellen zu lassen?
Für einen ersten Überblick empfehle ich den Besuch meiner Internetseite; anschließend bin ich über E-Mail am besten zu erreichen:
Online Shop
Unterstützte Kameras
Funktionen
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Support
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