
Wissenschaftlicher Ansatz von DxO Labs
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Danach musste sichergestellt werden, dass in der Entwicklungsphase der Negative und Dias keine variablen Parasiten in die Endergebnisse eingeschleust werden: Hierzu haben zwei renommierte Profilabore beigetragen. Mehrere Aufnahmereihen der Filme wurden separat entwickelt, eins bei Picto in Paris, das andere bei Duggal in NewYork. Die einzige Ausnahme bilden Kodachrome-Filme. Sie wurden von einem Kodak-Profilabor entwickelt (das die einzige Fabrik ist, in der dieser mythische Film noch verarbeitet werden kann).
Nachdem die Filme entwickelt waren, musste im Kalibrierungsablauf ein strenger Digitalisierungsprozess eingehalten werden. Daher wurde hierfür ein professioneller Farbscanner verwendet. Danach wurden zwei getrennte Auswertungsabfolgen eingerichtet: Die Kalibrierung der Farbwiedergaben, die sich auf die Farbmessungen der gesamten Scans stützt, einerseits und die Bestimmung des Korns.
Ein innovatives Verfahren
Die für den letzteren Aspekt verwendete Methode verdient eine nähere Erläuterung. Wenn es darum geht, ein Silberkorn „nachzubilden“, waren die bis heute verfügbaren Softwarelösungen beschränkt auf die künstliche Bildung von Gaußschem Rauschen, wobei der Effekt dann „blockiert“ wird, um diesen oder jenen Film zu imitieren. Man kann sowohl durch präzise Messungen als auch mit dem bloßen Auge überprüfen, dass diese empirische Methode nicht sehr überzeugende Ergebnisse liefert. Im Gegensatz hierzu werden beim Ansatz von DxO Labs direkt aus den Testfotos „Kornmatritzen“ extrahiert, die dann auf die Digitalbilder angewendet werden.

Körnigkeitsmessung von DxO Labs (Farbfilm):

Beteiligung von Fotografen
Nachdem der gesamte Vorgang abgeschlossen war, mussten nur noch die Ergebnisse überprüft werde: Wie üblich hat DxO Labs auch hier dafür gesorgt, dass der wissenschaftliche Ansatz mit der Kompetenz von Bildfachleuten paart wird. Daher wurden die Wiedergaben sowohl von den Technikern im DxO-Labor als auch von Fachfotografen überprüft.
Diese waren ebenfalls an der Gestaltung der Benutzeroberfläche von FilmPack beteiligt, bei der es sich um ein in DxO Optics Pro integriertes Modul handelt. Ein Werkzeug muss, egal wie hochentwickelt es ist, für Neulinge einfach zu bedienen und dennoch umfassend genug sein, damit Experten einfach seine Effekte anpassen können. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine von FilmPack bietet auf diese Weise durch die direkte Auswahl des Films einen einfachen und schnellen Anwendungsmodus. Gleichzeitig stellt sie auch umfassende Einstelloptionen, die von dem Farbwiedergabeprofil und der Körnigkeit getrennt sind.
Der letzte Schliff
Daher ist es möglich, die Originalstile zu erkunden, die sich auf die Farbwiedergabe eines Films und die Körnigkeit eines anderen beziehen. Was jedoch daran noch besser ist, dass die Sichtbarkeit des Korns und seine Stärke anpassungsfähig bleiben. So kann mit Hilfe von drei Voreinstellungen die Körnigkeit von Bildern im Format 24x36, 6x6 oder im Großformat reproduziert werden.
Natürlich können auch sämtliche Einstellmodule aus DxO Optics Pro zur Anpassung des mit FilmPack erzielten Effekts verwendet werden. Bei Farbnegativfilmen kann beispielsweise der Benutzer seinem eigenen Farbabzug den letzten Schliff geben und versuchen, mit dem Schieberegler von DxO Lighting und dem Weißabgleich ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Eine letzte Bemerkung zu zwei ganz speziellen Wiedergabemöglichkeiten von FilmPACK: und zwar den „gemischten“ Wiedergaben. Hierbei handelt es sich um einen Entwicklungsmodus, bei dem ein Dia-Film (in diesem Fell der Kodak Elite 100) mit einer Verarbeitungskette für Negativfilme und ein Negativfilm (der Fuji Superia 200) in den Chemikalien für Dia-Filme entwickelt wird! Die ziemlich originellen Ergebnisse, die sich im einen und im anderen Fall erzielen lassen, werden genau reproduziert, sodass sich Digitalfotografen von der fantasievollen Kreativität der analogen Fotografie inspirieren lassen können…

Fuji Superia 200 & E6

Kodak Elite100 & C41




