DxO Optics Pro & iView MediaPro:
Die besten Bilder optimal in Szene setzen
Reisefotograf Philippe Tarbouriech stellt seinen Workflow mit DxO Optics Pro und iView MediaPro vor.
Wie viele meiner Kollegen musste ich nach dem Umstieg auf die Digitalfotografie zahlreiche Notlösungen ausprobieren, bis ich einen Workflow fand, der mir und meiner Art zu fotografieren optimal entgegenkommt.
Mädchen mit grünen Augen in Sonargaon, Bangladesch.
Canon EOS 1Ds + Canon EF 24-70f2.8 L Lens
Die Umstellung auf die Digitaltechnik brachte verschiedene Änderungen und Gelegenheiten mit sich. Erst nach einigen Jahren kristallisierte sich der Prozess heraus, der mir heute Zeit spart und gleichzeitig die Qualität meiner Bilder verbessert.
Im Folgenden beschreibe ich, wie ich mit DxO Optics Pro die Bildqualität erhöhe und mit iView MediaPro alle meine Bilder verwalte, um für mich und meine Kunden die besten Ergebnisse zu erzielen.
Die Porträtfotografie mit einer digitalen Spiegelreflex verändert das Verhältnis zwischen Modell und Fotograf, denn die Bilder können sofort gemeinsam angesehen werden, statt in einem "schwarzen Kasten" zu verschwinden. Da man viele Bilder nur aufnimmt, um sie schnell zu zeigen oder um die Atmosphäre zu entspannen, ist eine effiziente Nachbereitung sehr wichtig, denn durch die schiere Anzahl der Zufallsfotos gehen die richtig guten Aufnahmen sehr leicht unter.
Lächelndes tibetisches Mädchen in Muktinath, Lower Mustang.
Canon EOS D30 + Canon EF 17-35 f2.8 L Lens
Ein Shooting mit iView MediaPro verwalten
Um die Bearbeitung zu beschleunigen, speichere ich meist sowohl RAW- als auch niedrig aufgelöste JPEG-Bilder. Für die Bildauswahl verwende ich die JPEGs, und die ausgewählten Bilder bearbeite ich im RAW-Format, genauso als ob ich ein Negativ ausbelichten würde.
Wenn ich nach einer monatelangen Reise zurückkehre, habe ich Tausende von Bildern in meinem tragbaren Fotospeicher. Diese kopiere ich als erstes auf einen RAID5-Dateiserver und sichere sie zusätzlich auf DVDs. Dann erstelle ich in iView MediaPro erst einen Katalog, der auf alle Dateien auf dem Server verweist, und anschließend einen Film in voller Bildschirmgröße, der eine Diashow der JPEG-Bilder zeigt. Während ich den von iView MediaPro erstellten Film auf dem einen Bildschirm ansehe, kann ich die RAW-Dateien im Katalog auf dem zweiten Bildschirm bewerten.
Shooting-Nachbereitung in iView MediaPro
Wenn ich nicht so viele Bilder durchkämmen muss, verwende ich gerne auch das Leuchtpult von iView MediaPro, um die guten Bilder schnell und einfach auszuwählen und zu bewerten. In dieser Phase erfolgt auch die Indexierung, das Setzen des Copyright-Eintrags und das Ausfüllen der weiteren Informationsfelder. Alle Daten werden anschließend mit den Originaldateien synchronisiert, damit sie auch nach der Bearbeitung in DxO Optics Pro nicht verloren gehen.
Verbesserung der Bildqualität mit DxO Optics Pro
Bildgeometrie
Die Bilder, die ich in iView MediaPro ausgewählt habe, übernehme ich im RAW-Format in ein neues Projekt in DxO Optics Pro. DxO ist die einzige Software, die bei der Bildverbesserung automatisch das verwendete Objektiv und das Kameragehäuse berücksichtigt. Die Wirkung ist immer wieder faszinierend, insbesondere bei Weitwinkelobjektiven. Der Einfluss der Bildverzerrungen auf die emotionale Wirkung eines Bildes wird häufig unterschätzt. Die digitale Bildverarbeitung gibt mir endlich die Möglichkeit, die Kontrolle über die Bildgestaltung zurückzugewinnen.
Ich verwende DxO Optics Pro meist in der "Automatik"-Einstellung, mit Ausnahme der neuen Anamorphosekorrektur von DxO v4, die ich nur bei entsprechenden Bildinhalten einsetze.
Bildoptimierung in DxO Optics Pro
Belichtungsoptimierung
Ich neige grundsätzlich zu einer leichten Unterbelichtung, um sicherzustellen, dass die Lichter nicht auslaufen. Auch wenn mir das einmal nicht gelingt, hilft mir glücklicherweise DxO Optics Pro, auch solche Bilder zu retten, bei denen die hellen Bildpartien hoffnungslos überbelichtet sind. Wenn das Bild etwas zu dunkel ist, helle ich es vorsichtig auf, wobei ich immer darauf achte, dass die Lichter nicht »ausfressen«. Diese sorgfältige Optimierung der Belichtung ist wichtig, denn sie ist die Voraussetzung für die nächste Stufe, die Kontrasterhöhung mit der DxO Lighting-Funktion von DxO Optics Pro.
Kontrastmanagement
DxO Lighting ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil meines typischen Workflows geworden, da es mir erlaubt, den Mitteltonkontrast auf den gewünschten Wert anzuheben, ohne Über- oder Unterbelichtung zu riskieren, und ohne auf langwierige Kontrastmaskierungen in Photoshop angewiesen zu sein.
Weißabgleich
Da ich den Kontrast gerne etwas erhöhe, ist ein korrekter Weißabgleich außerordentlich wichtig für mich. Mein Lieblingstrick in DxO Optics Pro ist die vorübergehende Überhöhung der Sättigung, bis ich den Weißabgleich richtig eingestellt habe. Dadurch kann ich auch minimale Abweichungen vom korrekten Grauwert leicht erkennen. Nach dem Abgleich stelle ich die Sättigung wieder auf ein normales Niveau ein.
Nach der Bearbeitung in DxO Optics Pro speichere ich die Bilder im 16-Bit-TIFF-Format und füge sie in iView MediaPro meinem Output-Katalog hinzu. Die Metadaten (Index, Copyright usw.) werden durch den gesamten kombinierten iView-DxO-Workflow hindurch beibehalten und stehen bei der weiteren Verwendung der Bilder zur Verfügung.
Nachbearbeitung: Webgalerie mit iView MediaPro
Ich nutze iView MediaPro oft, um eine kleine HTML-Website mit den ausgewählten Bildern zu erstellen. Ich lade die Website auf meinen Server und sende den Link dem Kunden zu. Dadurch kann der Kunde schnell entscheiden, was ihn interessiert, und ich kann mich auf die gewünschten Bilder konzentrieren oder Alternativen anbieten.
Tochter eines Algenfarmers in Nusa Lembogan, Indonesien.
Canon EOS 1Ds + Canon EF 16-35 f2.8 L Lens