DxO PhotoLab

Arbeiten Sie Details und Farbe Ihrer Sonnenaufgangsfotos mit DxO OpticsPro 10 und DxO FilmPack 5 heraus

Von DxO Image Master Nyght Falcon

Die fotografische Arbeit bei Sonnenaufgang, besonders wenn man gegen die Sonne fotografiert, kann schwierig sein. Eine Orientierung der Belichtung an den Spitzlichtern lässt das Bild in anderen Bereichen dunkel werden. Belichten Sie die Schatten korrekt, so sind die Spitzlichter ausgebrannt. Ich habe mich für eine Belichtung entschieden, bei der ich wusste, dass DxO OpticsPro 10 mir die Details aus den Schatten schön herausarbeiten kann.

Um dieses Tutorial nachzuvollziehen, benötigen Sie:

  • DxO OpticsPro 10 und DxO FilmPack 5 als Plug-in
  • Fotos, vorzugsweise im RAW-Format

Bild vor/nach der Bearbeitung

Ich verwende Presets sehr häufig und finde, dass man mit ihnen sehr einfach einen speziellen Look auf mehr als nur ein Bild anwenden kann. Das von mir selbst erstellte Preset, das ich für dieses Bild verwendet habe, heisst “NF-Damascus-Kodachrome”. Ich verwende ein simples Format für meine Presets. „NF“ bedeutet dass ich es für interne Zwecke verwende. „Damascus“ ist der Aufnahmeort und „Kodachrome“ bezeichnet die Filmsimulation, für die ich mich entschieden habe. Wie der Name schon impliziert, basiert mein Preset auf dem Filter DxO FilmPack Kodachrome 200.

Dieser Film war für seine scharfen Bilder und natürlichen Farben – ganz besonders draußen – bekannt. Ich habe mich für ihn entschieden, weil ich die satten Farben und die Details im Gras wiedergeben wollte ohne dabei mit den harten Kontrasten anderer Filme leben zu müssen.

Bei diesem Foto habe ich in die aufgehende Sonne fotografiert: Hätte ich nicht unterbelichtet, wäre der Großteil des Fotos “ausgebrannt”. Obwohl ich so Bildbereiche erfassen konnte, die ansonsten verloren gewesen wären, bedeutet dieser Weg einen Mehraufwand in der Bildbearbeitung bei dem Versuch, Details aus den Schatten herauszuarbeiten.

Immer wenn ich ein neues Preset erstelle oder ein neues Bild bearbeite, mache ich mir als erstes Gedanken über die Filmsimulation, die ich verwenden möchte. Wie oben erwähnt, halte ich den Kodachrome 200 Farbfilm für dieses Foto für perfekt geeignet.

Bild vor / nach Anwendung der DxO FilmPack Filmsimulation Kodak Kodachrome 200

Ich arbeite mich immer von den allgemeinen Einstellungen zu den spezielleren vor. Normalerweise beginne ich mit der Wahl des Films, arbeite an Licht und Belichtung, bevor ich mich um den Kontrast und andere Werkzeuge kümmere, die Bilddetails betonen und die Emotionalität des Augenblicks unterstreichen.

Hier habe ich als erstes die Farbtemperatur angepasst. Der Himmel war an dem Morgen nicht so flau und farblos wie es im RAW-Bild erscheint. Tatsächlich gab es jede Menge Lila, Orange und andere Farben, die den Sonnenaufgang sehr dramatisch wirken ließen. Die Farbtemperatur war 5400 Grad Kelvin: Ich habe sie auf 6242 geändert und den Farbton auf +9 gesetzt. Dann habe ich DxO Smart Lighting auf das Bild angewendet, wobei ich die Einstellung von Leicht auf DxO OpticsPro 9 geändert habe. Die Intensität habe ich zusätzlich auf 165 hochgedreht, womit ich Detailzeichnung beim Traktor und im Gras erreichen wollte. Der Himmel hat dabei allerdings Farbe und Detail verloren.

Daher habe ich als nächstes die Belichtungskorrektur zu Hilfe genommen und sie langsam auf -0,79 gesetzt, was zu einer guten Balance zwischen den wiedergewonnenen Details bei Gras und Traktor und dem Detail- und Farbverlust im Himmel führte.

An dieser Stelle habe ich dem Himmel meine Aufmerksamkeit mit Hilfe der zwei Werkzeuge Selektive Tonwerte und DxO ClearView gewidmet, wobei ich DxO ClearView auf 18 eingestellt habe. Diese Einstellung schien mir am besten geeignet um die subtilen Änderungen umzusetzen, die ich mir vorgestellt hatte.

Das dramatische Aussehen des Bilds habe ich über die Palette Farb-Akzentuierung erzielt. Sowohl Vibrancy als auch die Sättigung habe ich ein wenig höher eingestellt als ich es normalerweise mache. Die Verwendung des Kodachrome 200 hat mir dabei in die Karten gespielt: Hätte ich mich für einen Film mit mehr Sättigung entschieden, wäre das Hochregeln der Sättigung mit deutlich mehr Detailverlust einhergegangen.

Als nächstes habe ich über das Werkzeug Farbton / Sättigung / Helligkeit die Sättigung auf allen Kanälen auf +4 gesetzt, um insgesamt ein dramatischeres Aussehen zu erzielen – insbesondere aber im Himmel.

Die Lens Softness Korrektur wurde dann wie folgt angewendet: Ich hatte Bedenken das Bild unbeabsichtigt zu überschärfen und habe daher den Schieberegler Allgemein auf -47 gesetzt und alle anderen Einstellungen so belassen wie sie waren.

Ein wichtiger Schritt in meinem Workflow für dieses Bild lag in der Rauschminderung. Dazu habe ich mich des Werkzeugs PRIMEbedient, das definitiv eine der eindrucksvollsten Funktionen in DxO OpticsPro ist.

Ich habe die Korrekturwerkzeuge Moiré und Chromatische Aberration aktiviert, sie allerdings auf den Standardeinstellungen stehen lassen, bevor ich am Gesamtkontrast des Bilds mit Hilfe der Palette Kontrast gearbeitet habe. Die Stil-Tonung habe ich auf den Stil Landschaft eingestellt:

So sehr ich das Bild auch mochte, so war es doch noch nicht ganz so wie ich es mir vorgestellt hatte. Es fehlt noch ein wenig Dramaturgie und der Himmel war noch immer zu blau. Um das zu korrigieren, habe ich die Tonwertkurve verwendet. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich in solchen Fällen über die Rot– und Blau-Kanäle die gewünschte Dramatik erzielen kann.

Als erstes habe ich den Rot-Kanal gewählt und den oberen Bereich verschoben bis der Himmel anfing die Farbe so zu ändern wie ich sie in Erinnerung hatte. Dann habe ich den unteren Kurvenbereich nach unten verschoben um die Farbpalette abzudunkeln. Mit dem Blau-Kanal bin ich analog vorgegangen und zu guter Letzt habe ich diese Einstellungen als Preset gespeichert, wie schon zu Beginn der Workflow-Beschreibung erwähnt.

Fotos : Nyght Falcon