DxO PhotoLab

DxO PRIME: DxO OpticsPros Experte zur Korrektur von Bildrauschen jetzt noch schneller und effizienter

In Zusammenarbeit mit Gilles Theophile

Seit der Veröffentlichung der Rauschminderung DxO PRIME in DxO OpticsPro 9 wurde dieses Werkzeug ständig weiterentwickelt, sowohl was seine Leistungsfähigkeit als auch was die Verarbeitungsgeschwindigkeit angeht. Heute ist die neueste in DxO OpticsPro 11 enthaltende Version bis zu 4x schneller, bei einer Qualität, die ihresgleichen sucht.

Aus Gründen der Verarbeitungszeit wurde bisher ein gezielter Einsatz dieses Werkzeugs empfohlen. Die neue Version von DxO PRIME profitiert jedoch so stark von der Verbesserung, dass Sie nun eine regelmäßige Verwendung vom DxO PRIME in Ihrem gesamten Workflow in Erwägung ziehen sollten. Sogar Ihre alten Bilder sowie solche, die Sie bisher für unbrauchbar gehalten haben, können Sie jetzt überarbeiten, um ihnen eine neue Chance zu geben und das Beste aus ihnen herauszuholen.

Um dieses Tutorial nachzuvollziehen, benötigen Sie :

  • DxO OpticsPro 11
  • Bilder im RAW-Format.

1- RAW + DxO PRIME, das Traumpaar

Die DxO PRIME-Technologie bietet einige bedeutende Vorteile bei der Bearbeitung von Bildern, die mit hoher ISO-Empfindlichkeit aufgenommen wurden und daher verrauscht sind. Durch Beseitigung des Bildrauschens bei gleichzeitiger Beibehaltung von Bilddetails und Farben ermöglicht DxO PRIME die Aufnahme von Bildern mit sehr hoher ISO-Empfindlichkeit und ermutigt sogar dazu. Das eröffnet dem Fotografen viele Möglichkeiten, da er die spektakulären Fortschritte der neuesten Spiegelreflexkameras ausreizen kann.

Aber DxO PRIME geht noch einen Schritt weiter, indem es alte Fotos wiederherstellt, von denen man gedacht hätte, sie wären nicht mehr zu retten. Dank der Fähigkeit, Details und Farben zu erhalten, kann man DxO PRIME auch einsetzen um erfolgreich Bilder zu bearbeiten, die bei sehr niedrigen und rauschenden ISO-Empfindlichkeiten aufgenommen wurden. Das gilt besonders bei Kameras, die dazu neigen in den Schatten und dunklen Bildbereichen Bildrauschen zu produzieren, was bisher einen Nachteil bei der Bildbearbeitung darstellen konnte.

Dank des stetigen Fortschritts der DxO PRIME-Technologie in Bezug auf Leistungsfähigkeit und Qualität der Ergebnisse, können Sie von nun an diese Version 2016 in DxO OpticsPro 11 in Ihrem täglichen Workflow verwenden. An dieser Stelle zeigt das RAW-Format mal wieder seine Bedeutung (lesen Sie mehr im Tutorial „Warum in RAW aufnehmen?“), denn es bietet DxO PRIME die Möglichkeit, das Beste aus den Bilddaten herauszuholen.

2- DxO PRIME täglich einsetzen

Wie man DxO PRIME verwendet

Standardmäßig wendet DxO OpticsPro den Modus Rauschminderung HQ (Schnell) bei Öffnen eines Fotos in der Software an. Der Modus HQ verarbeitet sowohl JPEG- als auch RAW-Dateien.

DxO PRIME hingegen ist nur auf RAW-Dateien anwendbar.

Allerdings kann die Rauschminderung DxO PRIME im Gegensatz zum Modus HQ wegen der notwendigen aufwänden Berechnungen nur im Vorschaufenster der Unterpalette Rauschminderung angezeigt werden: Hierbei wird nur ein Bildausschnitt von 260x150 Pixel sichtbar. Die endgültige Rauschminderung erfolgt erst beim Export des Bildes.

Die Unterpalette Rauschminderung mit aktiviertem DxO PRIME-Modus

Möchten Sie DxO PRIME verwenden, gehen Sie wie folgt vor:

  • Öffnen Sie eine RAW-Datei in DxO OpticsPro.
  • Klicken Sie in der Unterpalette Rauschminderung (Palette Wesentliche Werkzeuge oder Details) auf den Button DxO PRIME (der dann blau unterlegt wird).
  • Das Vorschaufenster zeigt einen Ausschnitt des korrigierten Bildes an.
  • Möchten Sie diesen Bildausschnitt verändern, klicken Sie auf den Button Lupe Zentrum oben rechts über dem Vorschaubild.
  • Platzieren Sie den gestrichelten Rahmen an der gewünschten Stelle im Bild.
  • Das Vorschaubild wird automatisch aktualisiert.
  • Möchten Sie die Rauschminderung DxO PRIME anwenden, exportieren Sie das Bild oder Ihre Bilderserie per Stapelverarbeitung.

Bild bei 12800 ISO unbearbeitet / bearbeitet (auf 100% vergrößert)

DxO PRIME ist besonders stark bei der Erhaltung von Details: Hier wurden die zahlreichen Wassertropfen perfekt erhalten und nicht mit Bildrauschen verwechselt (Vergleich bei 200%)

DxO PRIME bewahrt auch die Farben: Die lilafarbene Beleuchtung auf der Planke und der grüne Pastellton des Wassers sind makellos wiedergegeben (Vergleich bei 100%)

Wenn Sie möchten, können Sie die Rauschminderung mit den Schiebereglern in der Unterpalette Rauschminderung auch selbst in die Hand nehmen.

Hinweis

Seit der Version DxO OpticsPro 11 gibt es der Einfachheit halber keine Hinweise „DxO PRIME“ mehr in den Miniaturbildern der bearbeiteten Fotos.

3- Bilder mit niedriger Empfindlichkeit und alte Fotos

Bearbeitung von Schatten in einem Bild mit normaler ISO-Empfindlichkeit

DxO PRIME ist nicht auf die Bearbeitung von Bildern mit hoher ISO-Empfindlichkeit beschränkt. Manche Kameras verrauschen Schatten und dunkle Bildbereiche auch schon bei geringen ISO-Werten, was sich äußert, sobald man versucht, die Belichtung zu ändern.

Bild mit einer ISO-Empfindlichkeit von 100

Vergleich mit / ohne Bearbeitung des Bildrauschens in den Schatten (Zoom auf 200%, Schieberegler Schatten in der Unterpalette Selektive Tonwerte auf 100% geschoben)

Überarbeitung eines alten Fotos

Einer der bedeutenden Vorteile von DxO PRIME liegt darin, Bilder bearbeiten und retten zu können, die mit einer alten Digitalkamera aufgenommen wurden, von denen man bisher dachte dass sie unbrauchbar und wegen des starken Bildrauschens nicht zu retten wären.

Foto, aufgenommen bei ISO 3200 mit einer alten Spiegelreflexkamera aus dem Jahr 2009

Vergrößerung auf 100%, vorher / nachher

Fotos: Gilles Théophile, Jean-Marc Alexia („Surf de Nuit Anglet 2014“)