DxO PhotoLab

Erste Schritte mit DxO OpticsPro 10

In Zusammenarbeit mit Gilles Theophile

DxO Optics Pro 10 ist eine Software, die sich der JPEG- oder RAW-Dateien Ihrer Kamera annimmt um sie dann in bestmöglicher Qualität zu bearbeiten.

Einer der wichtigsten Vorteile von DxO OpticsPro 10 ist es, dass es den gesamten Workflow automatisiert und dabei auf die Autokorrekturen zurückgreift, die als Standard in den optischen Modulen hinterlegt sind.

Eine Standard-Autokorrektur ist ein Zusammenspiel automatisch anzuwendender Korrekturen, die bereits bei Öffnung eines Bilds von der Software angewendet werden.

Dazu gesellen sich spezifische optische DxO-Korrekturen, die sich nach der bei der Aufnahme verwendeten Kamera-Objektiv-Kombination richten.

Es bleibt Ihnen dann nur der Export Ihrer Bilder auf die Festplatte übrig.

Die Benutzeroberfläche von DxO OpticsPro 10 (Register Bearbeiten)

Um dieses Tutorial nachzuvollziehen, benötigen Sie :

  • DxO OpticsPro 10
  • Ein RAW-Bild

Präambel: JPEG oder RAW – für welches Format entscheide ich mich?

Damit Sie das Beste aus Ihren Bildern und DxO OpticsPro herausholen, empfehlen wir Ihnen die Verwendung des RAW-Formats zum Zeitpunkt der Aufnahme. Dieses Format erlaubt eine Vielzahl zusätzlicher extrem wichtiger Korrekturen, besonders was die Tonalität (Helligkeit und Kontrast) angeht. Zudem wird das RAW-Format in DxO OpticsPro niemals verändert, was zum Einen die Reversibilität von Korrekturen ermöglicht und zum Anderen die Originaldateien schützt.

JPEG-Dateien, wie sie aus einer Kamera ausgegeben werden, müssen im Grunde wie finalisierte Bilder behandelt werden, da sie bereits in der Kamera korrigiert und bearbeitet wurden. Falls anschließende Korrekturen noch möglich sind, ist diese Form der Korrektur sehr limitiert.

Wir arbeiten daher in diesem Tutorial mit einem Bild im RAW-Format, denn so können wir Ihnen die in DxO OpticsPro vorhandenen Möglichkeiten vorführen. Selbstverständlich ist die Bearbeitung eines JPEG-Bilds dennoch möglich.

1- Ein Bild in DxO OpticsPro 10 öffnen

DxO OpticsPro 10 unterteilt sich in zwei grundsätzliche Bereiche:

Hinweis

Die Benutzeroberfläche von Dxo Opticspro 10 ist individuell anpassbar. Sie können Ihre eigenen Arbeitsbereiche einrichten (in allen Versionen) und auch ihre eigenen Werkzeugpaletten (Elite-Version) zusammenstellen.

1.1 – Das Register Organisieren

Möchten Sie einen Überblick über die Dateien auf Ihrer Festplatte erhalten, gehen Sie ins Register Organisieren. Es besteht aus einem Quellverzeichnis auf der linken Seite, einem Vorschaufenster zur Anzeige eines Fotos und aus einem Dateiexplorer unten, der den Inhalt des jeweils links angewählten Ordners anzeigt.

Das Register Organisieren.

1.2 – Das Quellverzeichnis

Das Quellverzeichnis befindet sich auf der linken Seite und zeigt den Inhalt Ihrer Festplatte an, d.h. die hierarchische Ordnerübersicht auf Ihrem Rechner. Es funktioniert dabei genau wie Ihr Dateiexplorer auf Ihrem PC oder der Finder Ihres Macs.

Identifizieren Sie den Ordner, der das Bild enthält, das Sie in DxO OpticsPro bearbeiten möchten, und wählen Sie es durch einen Klick aus.

Das Quellverzeichnis.

Hinweis

In dem Moment in dem Sie einen Dateiordner auswählen und dessen Inhalt im Quellverzeichnis von DxO angezeigt wird, korrigiert DxO Optics Pro die Bilder automatisch mit Hilfe der Autokorrektur und der auf Ihre Kamera zugeschnittenen optischen Module.

1.3 – Der Dateiexplorer

Der Dateiexplorer, der sich unterhalb des Vorschaufensters in DxO Optics Pro befindet, zeigt den Inhalt des im Quellverzeichnis ausgewählten Ordners in Form von Miniaturansichten an.

Möchten Sie ein Bild in der Vorschau anzeigen lassen, genügt ein Klick auf die entsprechende Miniaturansicht. Klicken Sie sich von einer Bildvorschau zur nächsten durch einen Klick auf die jeweils nächste Miniaturansicht oder aber über die Pfeiltasten auf Ihrer Tastatur.

Der Dateiexplorer.

Hinweis

Die Miniaturansichten verfügen über verschiedene Identifikations-Symbole, die den Status des Bilds und seiner Korrekturen wiedergeben (Verfügbarkeit im optischen DxO-Modul, Bearbeitungsstatus, Autorisierung zur Bearbeitung etc.).

2- Die optischen DxO-Module

Eine der zwei Korrektursäulen für Bilder in DxO OpticsPro ist das optische Modulsystem in DxO. DxO Labs analysiert in seinen Laboren die verschiedenen Kamera-Objektiv-Kombinationen, damit so eine automatische Korrektur auf der Basis von Standardoptiken gewährleistet ist.

Note

Die Bibliothek der von DxO unterstützer Kamera-Objektiv-Kombinationen umfasst tausende Kombinationen und wird ständig erweitert.

2.1 – Automatische Verwaltung optischer DxO-Module

Sie müssen rein gar nichts tun um die optischen DxO-Module zu installieren und zu verwenden. Mit Öffnung der Bilder im Explorer erscheint in DxO OpticsPro auf der Basis der EXIF-Daten zu Ihren Bildern automatisch ein Fenster zum Herunterladen des oder der optischen Module, die zu Ihrem Bildmaterial passen. Die automatische Installation erfordert keinen separaten Programmstart.

Das Fenster zum Download/zur Installation der optischen DxO-Module.

Hinweis

Für den Download und die Installation optischer DxO-Module ist eine aktive Internetverbindung erforderlich.

2.2 – Automatische Anwendung optischer Korrekturen

Sobald das zu Ihrer Ausrüstung passende optische DxO-Modul installiert ist, korrigiert DxO OpticsPro automatisch:

  • Vignettierung: Verdunklung von Bildbereichen zum Rand hin, die häufig bei Objektiven mit großer Öffnung entsteht;
  • Verzeichnung: Tonnen- oder kissenförmige Verzeichnung, ganz besonders bei kurzen Brennweiten;
  • Chromatische Aberration: Farbsäume entlang von Konturen, besonders bei Elementen mit starken Kontrasten wie bei Zweigen vor besonders hellem Hintergrund;
  • Objektivschärfe: Optimierung von Tiefenschärfe und einheitlicher Objektivschärfe, von der Bildmitte hin zum Bildrand (bei Objektiven, die in der Bildmitte deutlich leistungsstärker sind)

Bild vor Korrektur

Bild nach Korrektur. Das optische DxO-Modul hat automatisch unter anderem die Vignettierung (Verdunklung zum Bildrand hin) und Verzeichnung (bemerkbar in der Krümmung des Horizonts) korrigiert.

Die Korrekturen des optischen DxO-Moduls werden in der optischen Korrekturpalette angezeigt

3- Die Standard Auto-Korrektur

Die zweite Säule der automatischen Korrektur in DxO OpticsPro ist die Standard-Autokorrektur namens «DxO Standard» die auf Tonwerte, Farben und Bildrauschen einwirkt.

Hinweis

DxO OpticsPro hält eine Vielzahl an kreativen Presets bereit, die Sie über den Button Presets oben rechts in der Sofware auswählen können. Sie können auch Ihre eigenen Preset aus aktuellen Korrektureinstellungen erstellen

3.1 – Anwendung der Standard-Autokorrektur «DxO Standard»

Sobald Sie einen Ordner anwählen, der neue Bilder enthält, werden sie im Dateiexplorer angezeigt und die Auto-Korrekturen aus «DxO Standard» werden automatisch auf die Bilder anwendet.

3.2 – Die Auto-Korrekturen in «DxO Standard»

Die Auto-Korrektur «DxO Standard» wendet gewisse Korrekturmechanismen und Einstellungen an:

  • DxO Smart Lighting, das automatisch die Ausgewogenheit der hellen und dunklen Bildbereiche eines Bilds gewährleistet, ist voreingestellt auf «Leicht»
  • Farbwiedergabe, die die Originalwiedergabe Ihrer Kamera aufgreift und so für eine dem Hersteller getreue Farbwiedergabe sorgt
  • Schutz gesättigter Farben zum Erhalt lebendiger Farben mit viel Sättigung, ebenfalls voreingestellt auf « Auto »
  • Rauschreduzierung zur Verminderung von Luminanzrauschen (Körnung) und Chrominanzrauschen (farbige Pixel) mit Optimierung je nach Kamera und ISO-Empfindlichkeit, ebenfalls auf « Auto » (in hoher Qualität) voreingestellt

Wenn Sie auf den Button Seite an Seite in der oberen Kommandozeile klicken, wird Ihnen ein Vergleich ihres Bildes vor/nach erfolgter Korrektur angezeigt.

4- Bildexport

Ein Foto wird häufig erstellt um es später anderen zu zeigen, zu veröffentlichen und drucken zu können. DxO OpticsPro gibt Ihnen alle notwendigen Werkzeuge an die Hand um den Export auf Festplatte, zu einem anderen Bildbearbeitungsprogramm, zu einer Flickr-Galerie, zu Facebook oder selbstverständlich auch für Papierabzüge zu meistern.

Standard-Export

DxO OpticsPro 10 bietet eine große Auswahl an Exportoptionen. Im Rahmen dieses Tutorials exportieren wir ein RAW-Bild als JPEG – mit Hilfe einer voreingestellten Option:

  • Wählen Sie das Bild oder die zu exportierenden Bilder im Dateiexplorer.
  • Klicken Sie in der unteren rechten Ecke des Programmfensters den blauen Button «Export auf Festplatte».
  • Im sich daraufhin öffnenden Fenster ist eine Exportoption mit bestimmten Voreinstellungen als Standard hinterlegt (JPEG, Qualität 90, Order wie Originalbild etc…).
  • Klicken Sie auf Exportieren.
  • Der Export wird über ein Piktogramm angezeigt, das sich links neben dem blauen Button in der oberen Zeile des Dateiexplorers öffnet.
  • Sobald der Export beendet ist, erscheint die JPEG-Datei im Dateiexplorer und ist bereit für die Veröffentlichung in Webgalerien, den Versand per E-Mail oder auch für den Druck.

Das Fenster mit den verschiedenen Exportoptionen.

5- Weiterführend

Das Zusammenspiel der automatisch in DxO OpticsPro hinterlegten Korrekturen mit der Standard-Autokorrektur und den optischen Modulen, kann auch in einer Vielzahl an Werkzeugen im Register «Bearbeiten» wieder aufgegriffen werden.

Wünschen Sie weiterführende Informationen diesbezüglich, so laden wir Sie herzlich ein dem Tutorial «Erste Schritte für fortgeschrittene Anwender von DxO OpticsPro 10» zu folgen und sich weitere auf der DxO Academy verfügbare Tutorials durchzulesen und dem in Ihrer Software hinterlegten Benutzerhandbuch zu widmen.

Fotos : DeMarcus Wood, Jean-François Vibert