DxO PhotoLab

Hauchen Sie Kinderporträts mit DxO OpticsPro 10 und DxO FilmPack 5 sprudelndes Leben ein.

Von DxO Image Master Cath Schneider

Bild nach erfolgter Korrektur in DxO OpticsPro und DxO FilmPack

Ich habe eine besondere Vorliebe für Porträts, egal ob sie Tiere oder Menschen zeigen, und ich mag auch Bilder, die die Kindheit verkörpern. Bei diesem Foto wollte ich der Szene etwas mehr Wärme verleihen sowie die Emotion betonen, die die Subjekte auslösen. Auch den Blick des Mädchens und die Präsenz des Vogels in der Mitte wollte ich hervorheben. Dazu habe ich den folgenden Workflow durchlaufen, der die Werkzeuge von DxO OpticsPro 10 und DxO FilmPack 5 kombiniert.

Ich arbeite mit einer 40mm Optik von Canon und betrachte die automatisch von DxO OpticsPro vorgenommenen Korrekturen von Verzeichnung, Bildrauschen und Objektivunschärfe als unabdingbar.

Der Zusatznutzen dieser Software liegt allerdings darin, dass auch jederzeit die Möglichkeit besteht, diese automatischen Korrekturen auszuschalten und eine RAW-Datei hochzuladen um diese „pur“ zu verwenden. Ich denke da besonders an die Belichtungskorrektur: Wenn ich ein Bild auf dem Monitor betrachte gefällt es mir, wenn respektiert wird, wie ich die Szene im manuellen Modus aufgenommen habe.

Für die Bearbeitung dieses Fotos habe ich zunächst einen Weißabgleich vorgenommen, mit dem Ziel, die positive Stimmung der Szene hervorzuheben. Das gelingt mir durch Hinzufügen warmer Farben, die schön mit dem Thema Kindheit harmonieren, sowie durch die Akzentuierung der blonden Haare und der für den Spätsommer so typischen Atmosphäre.

Bild vor/nach dem Weißabgleich

Ich musste mich mit der Aufnahme beeilen damit der Vogel nicht wegfliegen konnte bevor das Bild im Kasten war. Daher hilft mir jetzt der Schieberegler Belichtungskorrektur – eingestellt auf 0.71 – und gibt dem Gesamtbild ein wenig Licht zurück. Ich habe auch DxO Smart Lighting im Modus Eigene (37) verwendet, was die Details in den dunklen Bildbereichen noch herausgearbeitet hat.

Bild vor/nach der Belichtungskorrektur

Als Fotograf entscheide ich schon zum Aufnahmezeitpunkt mit welcher Tiefenschärfe ich arbeiten möchte und handle entsprechend. Bei diesem Porträt habe ich mich zum Beispiel für eine Aufnahme entschieden, die auf einer optischen Achse Augen, Hände und den Vogel verbindet. In der Postproduktion bearbeite ich nur sehr selten – und wenn, dann extrem sparsam – die Schärfe meiner Bilder.

An diesem Punkt habe ich mich daher auf die Korrektur der Selektiven Tonwerte konzentriert, die ich systematisch einsetze um Tiefen zu öffnen oder zu kontrastieren. In diesem Bild hat mir das Werkzeug vor allem ermöglicht, einige für meinen Geschmack zu stark ausgeprägte Spitzlichter abzuschwächen sowie den Augen und dem Vogel mehr Prägnanz und Detail zu verleihen. Die Korrektur ist bewusst leicht ausgefallen, aber die Wirkung ist deshalb nicht weniger bedeutend, da sie sich auf die Schlüsselbereiche beim Betrachten des Fotos konzentriert.

Bild vor/nach Anwendung Selektiver Tonwerte

An diesem Punkt in meinem Workflow verwende ich häufig die Palette Farb-Akzentuierung in DxO OpticsPro, die für mich nicht wegzudenken ist und der eine wichtige Rolle in meiner Nachbearbeitung zukommt. Hier habe ich Vibrancy auf 2 eingestellt und die Sättigung verringert (-13).

Bild vor/nach korrigierter Farb-Akzentuierung

Leicht beschnitten im Sinne der Bildlektüre, damit der Zeitmangel für den Bildaufbau zum Zeitpunkt der Aufnahme ausgeglichen werden konnte, ist das Bild jetzt schon sehr nahe an dem Resultat, das ich erzielen wollte.

Anwendung eines leichten Bildbeschnitts

Ich weiß besonders die Farbkorrektur und Wiederherstellung von Details in dunklen Bildbereichen zu schätzen, die DxO OpticsPro leistet. Für mich sind dies die zwei wichtigsten Punkte in meiner Bildbearbeitung, da sie mir ermöglichen die Präsenz des Subjekts in seiner Umgebung zu unterstützen und dabei gleichzeitig die visuelle Einheit der beiden zu erhalten. Ich verwende zudem häufig die Werkzeuge und Filter in DxO FilmPack als letzte Schritte in meiner Bildbearbeitung. Das werde ich auch jetzt machen. Dabei verwende ich DxO FilmPack 5 als Plug-in für DxO OpticsPro 10.

Bei allen meinen Bildern versuche ich mich darauf zu beschränken, maximal mit den Farbwerten zu spielen um so bestimmten Details mehr Bedeutung zukommen zu lassen. Im Beispielbild war es mir wichtig, die blonden Haare des Mädchens zu betonen ohne dabei die anderen hellen Töne in Mitleidenschaft zu ziehen. Dazu habe ich die Filter-Palette verwendet und dort einen Gelb-Filter mit einer Dichte von 7 gewählt. Mein nächster Schritt – und da bin ich sehr systematisch in meinem Workflow – bestand darin, die Grüntöne zu entsättigen (-52). Dazu habe ich die Palette Kanalmixer verwendet.

Als nächstes habe ich den Magenta-Schieberegler auf -41 gesetzt um auch diesen Farbton zu entsättigen, da er wegen der Betonung der Details auf der Bluse und der damit einhergehenden Ablenkung vom Vogel bei der Bildbetrachtung störend war.

Bild vor/nach der Arbeit mit den Farbkanälen

Zum Abschluss meiner Bildbearbeitung habe ich mich dafür entschieden mit Hilfe der Palette Korn in DxO FilmPack den Film Agfa Precisa 100 anzuwenden, da mir seine sanfte Wiedergabe gefällt. Zudem habe ich eine leichte kreative Vignettierung (-12) verwendet, deren Mittelpunkt ich auf den Vogel gelegt habe.

Bild vor/nach der Bearbeitung mit DxO OpticsPro und DxO FilmPack

Fotos : Cath Schneider